Adenauer-Medaille in Bronze für Charlotte Diekmann
Im Jahresbericht während der Hauptversammlung der Samtgemeinde-CDU streifte Hartmut Post den Wahlsieg des Unionskandidaten Herwig Wöbse in der Samtgemeindebürgermeisterwahl 2014 und dessen Amtsantritt am 1. November. Er würdigte die Bemühungen der Verwaltung um dezentralen Wohnraum für die Flüchtlinge. In der aktuellen Situation sah Post eine „Flüchtlingskrise“. Die Notwendigkeit der erfolgten personellen Aufstockung in der Samtgemeindeverwaltung zur Bewältigung der Unterbringung, Betreuung und Fallbearbeitung stellte er nicht in Frage. Sie müsse aber gegebenenfalls wieder zurückgefahren werden, nachdem die „Krise“ ausgestanden sei. „Wenn die Aufgaben weniger werden, kann ich dem zustimmen“, erwiderte Herwig Wöbse.
„Die Schulleitungen in Harpstedt sind neu, die Pastoren und der Bürgermeister auch. Vieles hat sich erneuert.“ Mit dieser Bemerkung sorgte Wöbse für Erheiterung. Ansonsten blickte er mit Ernsthaftigkeit auf
„Mieten teils sogar leicht
unter ortsüblichem Satz“
seine bisherige Amtszeit als Amtshof-Chef zurück. Und natürlich kam er dabei an den Flüchtlingen nicht vorbei. 24 Wohnungen seien bis dato angemietet worden. Die Integration und Begleitung sei aber im Vergleich mit der reinen Unterbringung ein „viel größeres Projekt“. In diesem Zusammenhang zeigte sich Wöbse dankbar für die ehrenamtliche Flüchtlingsinitiative.
Die Mieten, die für dezentrale Unterkünfte gezahlt würden, bewegten sich auf ortsüblichem Niveau, zuweilen sogar leicht darunter, räumte Wöbse auf Anfrage von Manfred Stöver mit einem verbreiteten Vorurteil auf. Auch in Harpstedt und Umgebung kursieren Gerüchte, wonach sich pro untergebrachtem Flüchtling und Tag 20, 25, 30 oder sogar 35 Euro erzielen lassen. „Wenn das so wäre, stünden die Leute, die vermieten wollen, vor dem Amtshof Schlange“, sagte der Samtgemeindebürgermeister schmunzelnd. Die „Tagessätze“ bezögen sich auf die Gesamtkosten, mit denen der Landkreis pro Flüchtling „in der Amtshilfe“ kalkuliere. Die Miete sei darin zwar berücksichtigt, aber eben nur einer von vielen Posten. Der Landkreis mache klare Vorgaben: Die Miethöhe sei weniger quadratmeter-, sondern primär personenbezogen und daher auch vom Zuschnitt der Wohnung abhängig, etwa von der Anzahl der Schlafräume. Die Miete steigt nach Wöbses Darstellung nicht linear in Relation zur Zahl der unterzubringenden Flüchtlinge an. Für eine Wohnung für acht Personen werde nicht doppelt so viel gezahlt wie für eine Unterkunft für vier Menschen.