CDU Samtgemeinde Harpstedt

Kommt 2012 Abschnitt drei?

Ortsdurchfahrt: Ansgar Focke sichert im Kommunalwahlkampf Unterstützung zu

HARPSTEDT Damit 2012 der letzte Abschnitt der Harpstedter Ortsdurchfahrt (L338) zwischen Feuerwehrhaus und Beginn der Wildeshauser Straße ausgebaut werden kann, sind nach Einschätzung des CDU-Landtagsabgeordneten Ansgar Focke zwei Voraussetzungen zu erfüllen: Zum einen komme es darauf an, eine Aufstockung der Haushaltsmittel für Sanierungen an Landesstraßen, die aktuell bei 90 Millionen Euro im Jahr liegen, zu erwirken. Zum anderen müssten angefangene Maßnahmen – wie die in Harpstedt – Vorrang genießen.

Ortstermin an der Ortsdurchfahrt – ein fast schon alltägliches Bild. Von links: Marco Roreger, Ute Rhode, Ansgar Focke, Ralf Buhlrich, Heinz Volkmer, Yvonne Geppert, Hartmut Post, Herwig Wöbse, Stefan Wachholder und Klaus-Dieter Westphal.Foto: BohlkenOrtstermin an der Ortsdurchfahrt – ein fast schon alltägliches Bild. Von links: Marco Roreger, Ute Rhode, Ansgar Focke, Ralf Buhlrich, Heinz Volkmer, Yvonne Geppert, Hartmut Post, Herwig Wöbse, Stefan Wachholder und Klaus-Dieter Westphal.Foto: Bohlken

Für beides will sich Focke stark machen. Das sicherte er gestern während eines Ortstermins mit Parteifreunden in Zeiten des Kommunalwahlkampfes zu. Neben dem Parlamentarier folgten auch die CDU-Kreistagsabgeordneten Hartmut Post und Herwig Wöbse, Gemeinderatsmitglieder der Union sowie die Kommunalwahlkandidaten Yvonne Geppert und Ralf Buhlrich der Einladung der Fleckens-CDU.

Spontan schaute die Seniorin Ute Rhode vorbei. Der noch nicht ausgebaute Abschnitt der Burgstraße sei das „schlimmste Stück“, betonte sie. „Eine Zumutung für die Anlieger“, formulierte Ratsherr Klaus-Dieter Westphal den Ist-Zustand noch schärfer. Es sei kaum auszuhalten, wenn die Laster über das Kleinpflaster donnerten und die Häuser in ihren Grundmauern bebten. „Ginge es nach uns, wird 2012 ausgebaut“, brachte Marco Roreger die Fleckensmeinung auf den Punkt. Nicht nur die CDU, sondern auch die anderen Ratsfraktionen kämpften seit Jahrzehnten um den Ausbau der Ortsdurchfahrt, sagte Stefan Wachholder.

Es sei ja durchaus schon viel erreicht worden, betonte Focke und spielte auf den 2010 vollendeten zweiten Bauabschnitt an – sowie auf die Verkürzung der Vollsperrungsdauer während der Erneuerung der Brücken über Delme und Umläufer: „Da standen wir gut im Dialog.“ Stefan Wachholder lobte die geschaffenen Linksabbiegespuren, die „total viel gebracht“ hätten. Klaus-Dieter Westphal fand es „gut, dass wir die Vollampelanlage nicht gekriegt haben. Die hätte den Verkehr nur gebremst.“

Ansgar Focke bestätigte, vom Land werde derzeit kein Geld für Ortsdurchfahrten locker gemacht. Dies betreffe aber eben nur Neubauten. „Wenn wir in Harpstedt ganz am Anfang stünden, hätten wir in der Tat ein Problem.“ Da aber schon zwei Abschnitte realisiert sind, hat Focke 2012 als Ausbautermin für das letzte Stück ins Visier genommen: „Ich wüsste nicht, warum wir noch ein Jahr länger warten sollten.“

Ende September rechnet der Parlamentarier mit dem ersten Haushaltsentwurf, im November oder Dezember mit der Verabschiedung des Landesetats durch das Plenum. Wenn es dann tatsächlich gelungen sei, mehr Mittel für die Straßensanierung zu generieren, komme es darauf an, auf die Verteilung der Gelder Einfluss zu nehmen. „Wir müssen in die Verwaltung hinein wirken und deutlich machen, dass Harpstedt an der Reihe ist“, sagte Focke. Ihm schwebt ein Besuch von Kommunalpolitikern und Vertretern der Gemeindeverwaltung im Verkehrsministerium in Hannover – um den Jahreswechsel 2011/2012 herum – vor. Dabei könnten die Harpstedter dann ihre Forderung nach dem Ausbau des letzten Abschnitts untermauern.

Hartmut Post betonte, dass es letztlich ja auch „um Geld des Fleckens“ gehe, denn die Gemeinde Harpstedt müsse schließlich die Nebenanlagen finanzieren. Klappt es 2012 mit dem Ausbau, so will Ansgar Focke einen Vorwurf nicht hören: dass auf der Ortsdurchfahrt zu schnell gefahren werde. Dies liege dann jedenfalls nicht in der Verantwortung des Landes.