Ansgar Focke erhält 94,6 Prozent
Altona Mit 94,6 Prozent der Stimmen ist Ansgar Focke am Freitagabend im Amt des Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Oldenburg-Land bestätigt worden. „So kann es weitergehen“, strahlte der 30-Jährige auf dem Kreisparteitag im Hotel Gut Altona, als der Versammlungsleiter, der Dötlinger CDU-Vorsitzende Willi Niehoff, das Ergebnis verkündete. 53 der 56 Delegierten hatten sich für die Wiederwahl Fockes ausgesprochen, drei dagegen. Damit startet der Landtagsabgeordnete aus Ganderkesee in seine dritte zweijährige Amtsperiode als CDU-Vorsitzender im Kreis.
Veränderungen gab es im engeren Vorstand: In die Reihe der stellvertretenden Vorsitzenden ist der Wildeshauser CDU-Chef Wolfgang Sasse am Freitagabend aufgerückt. Er löste Dr. Gero von Daniels ab, der nach sechs Jahren im Amt nicht wieder antrat. Der Jurist begründete seinen Rückzug mit seinem Wohn- und Arbeitsort in Berlin, zudem habe er inzwischen drei kleine Kinder. Auch ohne Position will er sich weiter im Landkreis Oldenburg engagieren, kündigte von Daniels an: „Es hat riesengroßen Spaß gemacht.“ Er war 2006 erfolglos als Landratskandidat der CDU gegen Frank Eger angetreten.
Als gleichberichtigte stellvertretende Kreisvorsitzende wurden Astrid Grotelüschen aus Ahlhorn und Armin Köpke aus Wardenburg im Amt bestätigt. Grotelüschen, Direktkandidatin der CDU bei den Bundestagswahl, erhielt mit 53 Stimmen das deutlich höchste Ergebnis der drei Stellvertreter. Köpke und Sasse bekamen je 42 Stimmen. Das Amt des Schatzmeisters übernimmt der Dötlinger Rudolf Dohle. Er löst Jürgen Volkland aus der Gemeinde Hude ab, der nach langen Jahren im Amt aus gesundheitliche Gründen nicht mehr antrat. Focke dankte Volkland für seinen Einsatz mit einem Buchgeschenk. Pressesprecher bleibt der Huder Friedrich Schnabel.
Beisitzer sind in den nächsten zwei Jahren Bernhard Collin (Hatten), Torsten Deye (Großenkneten), Roland Mehrens (Wardenburg), Carsten Möhlenbrock (Hude), Hartmut Post (Dünsen/Harpstedt), Bernd Wintermann (Wardenburg), Stefan Brors (Wildeshausen) und Ralf Wessel (Ganderkesee).
In seinem Jahresbericht bezeichnete Focke die Urwahl als „genau das, was wir brauchen“. In 2012 war so das Direktmandat im hiesigen Bundestagswahlkreis vergeben worden (an Astrid Grotelüschen). Schwerpunktmäßig widmete sich Focke dem aktuellen Landtagswahlkampf und schwor die Delegierten darauf ein, sich für die Wiederwahl der erfolgreichen CDU/FDP-Koalition einzusetzen, „Wir stehen stabil bei 40 Prozent“, hob er hervor. „Die FDP muss es von allein über die fünf Prozent schaffen. Die CDU muss so stark sein, dass ohne uns keine Regierungsbildung in Niedersachsen möglich ist.“ Die ganze Bundesrepublik schaue nach Niedersachsen, betonte er die Bedeutung der Wahl im Hinblick auf die Bundestagswahl im September 2013. Auch die Wahlgänge in 2014 vor Ort um Bürgermeister und Landrat erwähnte er. „Wir werden den Sturm auf die Rathäuser und auf das Kreishaus vorbereiten. Den Landrat werden wir uns auch vornehmen“, so Focke.